Go-to-Africa blickt zurück

9 Dez

Bericht von Tom & Dag

Liebe Go-to-Africaner,

hier ist er nun endlich – der lange erwartete und mehrmals von Euch angeforderte ABSCHLUSSBERICHT! Natürlich ist es nicht ganz einfach, eine so lange Reise (14 Monate) hier auf 1 oder 2 Seiten zusammenzufassen; denn wer möchte schon einen Roman als Abschlussbericht lesen…

Also wollen wir hier einfach nochmal ein bisschen Statistik machen und die Highlights bzw. Lowlights mit Fotos Revue passieren lassen, anstatt die gesamte Reise zusammenzufassen. Vorher möchten wir uns aber bei den Familienmitgliedern und Freunden bedanken, die diese Reise überhaupt erst möglich gemacht haben, weil sie uns von Zuhause so toll unterstützt haben:

  • Rolf (Dag’s Vater): weil es sich um unser Zuhause gekümmert und die Post gesichtet und vorsortiert hat – DANKE!
  • Ingo (Tom’s Bruder): er hat uns immer per Internet mit der wichtigen Post versorgt und hat alle wichtigen Schriftwechsel und Erledigungen in Deutschland für uns gemacht – DANKE! Außerdem hat er Tom’s Mutter immer mit den Ausdrucken der Reiseberichte versorgt.
  • Henryk (unser Mieter): weil er während der Reise unseren Garten gepflegt hat – DANKE!
  • Gerd (unser Freund): weil er uns Südafrika besucht hat und wir dort eine sehr schöne Zeit mit Ihm verbracht haben – DANKE!
  • Marike & Knud (Tom’s Nichte und Ihr Freund): weil sie unsere Jungs Johnny und Benni (und uns) auf der Sommerferien-Reise durch Namibia begleitet haben – auch wenn’s für Sommerferien ganz schön kalt war – DANKE!
  • Unser Empfangs-Komitee zu Hause (Rolf, Marlene, Rita, Susanne, Gerd, Marion, Christian, Janine): weil Ihr uns das Gefühl gegeben habt, in Deutschland ZUHAUSE anzukommen! („Home is where your friends are“)
  • Allen unseren Kommentatoren auf www.go-to-africa.de: weil wir uns Dank Euren Kommentare und Eurem Zuspruch nie vergessen gefühlt haben. Es war einfach schön zu wissen, dass es Zuhause Menschen gibt, die sich dafür interessieren, was wir in Afrika erleben!

Statistik

Reisedauer: 14 Monate (Sepember 2010 bis November 2011)

Bereiste Länder: 19 (6 davon auf der Hin- und Rückreise)

Gefahrene Strecke:  53.326 km

All tracks in Africa, Asia and Europe

Diesel-Verbrauch: ca. 11.000 Liter

Billigster Sprit in Ägypten: 15 Euro-Cent pro Liter

Teuerster Sprit in Malawi: 1,30 €/Liter

11 Reifenpannen (davon 10 mal hinten rechts)

7 - ReifenpanneIMG 1872IMG 1167D3S 3458

Werkstattbesuche: 1x zur grossen Inspektion, 1x zum Austausch eines Wellendichtrings an der Hinterachse

Rhino gekipptIMG 0849IMG 1313IMG 1310

Ansonsten wurde am Rhino des öfteren geschraubt und geschweißt (immer Kleinigkeiten, aber nie etwas wirklich Schlimmes)

Schweisser Hassan bei der ArbeitIMG 1865IMG 1868IMG 4770

Verkehrsunfälle: keine

Einmal hat uns der Rhino im Stich gelassen: als nach saukalter Nacht in Namibia der Diesel eingefroren war und wir deshalb unseren Besuch nicht zum Flughafen bringen konnten. Vier Stunden später (nachdem die Sonne aufgegangen war), lief er dann aber wieder.

Gesamtkosten der Reise: knapp 40.000 € (davon ungefähr 20% Diesel, 15% Lebensmittel & Essen, jeweils ca. 13 % für Eintritte & Guides, Transportkosten (inkl. Fähren) und Rhino-Reparaturen, -Ersatzteile und -Reifen). Die Anschaffungskosten für das Fahrzeug und die Ausrüstung kommen noch dazu.

Unsere schönsten Erlebnisse

Ägypten – Weisse Wüste; erste Offroad-Erfahrungen im Sand, Übernachtung draussen unter dem Sternenzelt

2 - Die weisse Wüste

 

6 - Nachlager

4 - Fotograph bei der Arbeit

5 - Schweizer Fotographen

Äthiopien – Simien-Bergen, eine Woche Trekking mit Scout, Zelt und einem Esel!

Scout Angel

Jurassic Park Steppe

Camp Gich

Printen auf dem Imet Gogo

Eseltreiber

Kenia – Elefanten-Herde im Samburu N.P.

vom Rhino alles im Blick

Elefanten am Fluss

Kenia – Löwen-Babys in der Massai Mara

Kenia – Weihnachten in der Massai Mara

Tanzania – Schnorchel-Ausflug mit der Dhow zu einer Sandbank, die dann von der Flut verschluckt wurde

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Malawi – Sonnenuntergang am Cape MacLear

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Lesotho – bestes Offroad-Abenteuer der gesamten Reise: erst der Sani-Paß, und dann auf einem Eselpfad zwei Tage lang quer durch die Berge Lesothos

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Südafrika – schönste Wanderung: auf dem Alexandria-Trail zwei Tage durch den Wald zum Meer, am Strand entlang und über riesige Dünen wieder zurück

Der Waldweg

Wegweiser am Strand

Auf dem Weg zur höchsten Düne

Sahara-Section

Namibia – Besuch des Geparden-Camps mit Johnny, Benni, Marike & Knud

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West-Tansania – Die Lake Shore Lodge im Lake Tanganyika war das Camp, wo wir uns am herzlichsten aufgenommen gefühlt haben

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Highlights und Lowlights

Emotionales Highlight – Ankunft am Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas

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Emotionales Lowlight – Tom: Verabschiedung von Johnny und Benni vor dem Abflug, mitten in der Nacht auf einem piep-kalten Feldweg in Namibia, weil der Rhino nicht mehr lief…

Emotionales Lowlight – Dag: die 11. Reifenpanne, in einer Mörderhitze auf dem Rückweg im Sudan. Der explodierende Hinterreifen hatte den Kotflügel zerstört, die Halterungen des Kotflügels liessen sich nicht demontieren und die Kraft ging dem Ende zu. Da sind Tränen geflossen…

Das schönste „wilde“ Camp – Messum Krater in Namibia

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Der schönste Campingplatz – Tiwi-Beach in Kenia

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Die schönste Übernachtung – Lake Shore Lodge am Lake Tanganyika

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Der lustigste Moment auf der Reise – als die Möwe in Kapstadt unserem Freund Gerd mitten auf auf die teure Nikon-Kamera gesch… hat 🙂

ALLES FÜRS TEAM!

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Das beste Essen – Lake Shore Lodge am Lake Tanganyika

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Das schlechteste Essen – Nubisches Haus in Assuan / Ägypten. Sowohl Vorsuppe als auch das Hauptgericht waren dermaßen versalzen, dass uns noch am nächsten Tag schlecht war.

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Längster Grenzübertritt – auf der Rückreise von Sudan nach Ägypten: die ganze Prozedur hat inklusive Wartezeit im Wüstenkaff Wadi Halfa/Sudan, Überfahrt mit der Fähre und Wartezeit in Assuan/Ägypten 7 Tage gedauert.

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Schnellster Grenzübertritt – von Mosambik nach Südafrika: 10 Minuten

Die größte Enttäuschung – als wir in Tanzania auf dem Weg zum Lengai (dem heilgen Berg der Massai) für die letzten 2 km nochmal 200 US$ bezahlen sollen und dann umgekehrt sind.

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Die größte Fehlentscheidung – das Befahren der Salzpfanne in Botswana

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Der gefährlichste Moment für Rhino – das Salzpfannen-Desaster in Botswana

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Der gefährlichste Moment für uns – als Tom in Namibia mit Werkzeug in der Hand rückwärts aus der Rhino-Tür rausgefallen ist

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Das einzige Mail, wo wir „ausgeraubt“ werden sollten: versuchter Taschendiebstahl in Addis Abbeba / Äthiopien. Hat aber nicht geklappt; außerdem hatte Tom damals auch nur ungefähr 20€ in der Tasche.

Erpressung oder Korruption haben wir nicht erlebt!

Schnee in Afrika – das gab es gleich zweimal! Zuerst auf dem Mount Meru in Tanzania, und später dann auf dem Swartberg Paß in Südafrika

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Die größte Herausforderung auf der gesamten Reise: es überhaupt für so lange Zeit, 24 Stunden am Tag, auf engstem Raum miteinander auszuhalten 🙂 Aber wir haben es geschafft! Und wir lieben uns noch immer! HURRAAA!!!!

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14 Antworten to “Go-to-Africa blickt zurück”

  1. gitjeshorst 9. Dezember 2011 um 21:00 #

    Wow, jetzt wissen wir alles – kurz, bündig, knapp.
    Trotzdem ist es ein Muss, alle Berichte über die letzten 14 Monate gelesen und zum Teil auch verfasst zu haben 🙂
    Das macht diesen Abschlussbericht erst richtig gut.
    Gruss
    Gerd

  2. Rolf 10. Dezember 2011 um 13:40 #

    Viele Worte sind hier fehl am Platz, sie würden nur stören. Gut war Eure große Reise, an der wir durch anständige Berichterstattung Teilhaber waren; immer war es möglich, Nachrichten auch zwischen den Zeilen zu finden. Dafür ganz herzlichen Dank. Dank auch für den erwarteten Abschlussbericht, der extraktähnlich, recht gut Eure Erlebnisse schildert.
    Freundliche Grüße. Rolf.

  3. Johannes 10. Dezember 2011 um 18:50 #

    Faszinierend und traumhaft schön. Und ein hoch auf Eure Liebe, die ja jetzt Reise erprobt aber noch nicht Alltags geprüft wurde. Doch ich glaube das Ihr auch diese Prüfung bestehen könnt, nach den zusammenschweißenden Erlebnissen. Ich wünsche es Euch. Bis dann mal wieder.

    Es grüßt euch

    Johannes

  4. Elke E. aus RE 10. Dezember 2011 um 22:26 #

    Der Abschlussbericht ist ja der Kracher! Super cool zu lesen. Vielen, vielen Dank. Klingt alles atemberaubend und Euer Schreibstil (von Euch beiden) ist sehr lesenswert :-). Danke für die vielen Berichte, die Teilhabe somit an Euren zahlreichen Erlebnissen. Und am allerschönsten, dass Ihr es zusammen ‚ausgehalten‘ habt und wie Ihr schreibt, Euch immer noch liebt. Toll! Macht weiter so! Und good luck für die Jobsuche! Ganz liebe Grüße, Elke aus RE

  5. Anna & Rainer 11. Dezember 2011 um 14:01 #

    So das wars nun also ? 😉
    Schade !!
    Ich werde eure tollen Berichte, Bilder und Videos’s mit Sicherheit vermissen !
    Aber wie heist es doch so schön: „Nach der Reise ist vor der Reise !“
    Ich wünsche euch ein frohes Weihnachtsfest und guten Rutsch ins neue Jahr !
    Nochmals Danke für die tollen Berichte und das ihr uns an eurer Reise teilhaben lieset

    Rainer

  6. Rita Zittlau 13. Dezember 2011 um 12:51 #

    Hallo Ihr zwei

    ich kann mich nur anschließen an die anderen Kommentare, alle Berichte waren einfach nur schön und der Abschlußbericht Kurz und Gut und das Eure Liebe immer noch besteht ist das I Tüpfelchen.
    Es soll immer so bleiben bis bald Eure Rita

  7. Micha 15. Dezember 2011 um 15:15 #

    Ich finde es klasse das Ihr noch mal alles aufgerollt hab und endlich mal jemand die Kosten für so eine Tour offen gelegt hat .Der Stammtisch beim Wombi war klasse , Wetter hat super mitgespielt .Schade das es bei Euch nicht gepasst hat .

    Gruß Micha

  8. Frohmut 3. Januar 2012 um 22:40 #

    Tolle Zusammenfassung!

  9. Ingrid 7. Januar 2012 um 14:14 #

    Hallo ihr 2,
    endlich komme ich dazu, auch den Abschlussbericht zu lesen. Es ist ja ein MUSS! Ich habe es wieder sehr genossen, mit einer Tasse Kaffee in der Hand am Schreibtisch in eure Welt einzutauchen. Danke für diese Möglichkeit, diese virtuelle Reise.

    Euch beiden und euren Lieben ein schönes Jahr 2012 mit wieder vielen Glücksmomenten.

    Ingrid

  10. Dinoys Moser 8. Januar 2012 um 17:58 #

    WAU! Ja das klingt ja alles hochinteressant. Ich habe ab und zu eure Reise verfolgt.
    Selber war ich oft und für mehrere Monate selber unterwegs… habe euch mal in der Weissen Wüste bei Sonnenuntergang auf einem Berg getroffen….
    Von da an immer wieder durch euren Newsletter geschaut , wo ihr gerade lebt…

    Gratuliere! Gute Leistung und super Bericht!
    Dionys Moser

  11. Jürgen 2. Februar 2012 um 12:07 #

    Jetzt war ich so lange nicht hier (irgendwie zuviel andere Dinge zu tun) dass die Zusammenfassung glatt verpasst hätte.
    Wir, Yasha und ich, sagen jetzt, nachdem wir 3 Jahre in einem engeren Fahrzeug zusammen verbracht haben, dass wir vielleicht sogar zusammen alt werden können… Wir haben uns in der ganzen Zeit noch nichtmals richtig gestritten, was schon ein Wunder ist wenn man so eng 24/7 zusammen ist.

    Jetzt mal ’ne FRAGE: ich habe erst heute richtig gesehen, dass Euer MAN eine Seilwinde vorne dran hatte – WIE OFT HABT IHR DIE BENUTZT? Mal ehrlich!
    Ich möchte gern eine Erfahrungsmeinung lesen, ob man sowas wirklich braucht, oder es nur für’s Gefühl gut ist und toll aussieht.

    Ich hoffe so langsam lebt ihr Euch in Deutschland wieder ein – einfach ist das meist nicht nach so einer langen Reise.

    Ein gutes neues Jahr + ’ne ‚Klenkes‘
    von „down under“ Juergen

    • gotoafrica2010 4. Februar 2012 um 12:07 #

      Hallo Jürgen,
      unsere elektrische Seilwinde (war beim Kauf des LKW schon montiert) haben wir in Afrika nur einmal benutzt: um in Ägypten ein Boot an Land zu ziehen 🙂
      Ein anderes mal haben wir ein anderes Fahrzeug (Toyota Hilux) aus dem Matsch rausgeschleppt, aber da war es einfacher und schneller, einfach ein Bergseil anzubringen und dann den anderen durch rückwärtsfahren rauszuziehen – die Seilwinde kam dort nicht zum Einsatz…
      Wir haben uns selbst zweimal festgefahren (1x in einem Nationalpark – Massai Mara/Kenia und einmal auf einer Salzpfanne/Botswana), und beides mal war weit und breit nichts in der Nähe, wo man die Seilwinde hätte festmachen können. Also mußten wir beides mal buddeln…
      Unsere elektrische Seilwinde ist für unseren LKW sowieso viel zu klein, um uns rauszuziehen. Das einzig wahre ist meiner Meinung nach beim LKW eine hydrauliche Seilwinde. Und selbst so eine ist so gross und SCHWER und wird auf Reisen so selten gebraucht, dass ich nicht sicher bin, ob man das wirklich braucht…
      Was anderes ist es evt. beim Truck-Trail oder bei ähnlichen Offroad-Veranstaltungen. Aber auch dort sind meist andere Fahzeuge in der Nähe, die einen in Falle des Falles rausziehen können.
      Also alles in allem: die Seilwinde beim LKW hat fast ausschließlich „psychologische“ Wirkung – der Fahrer findet es einfach „cool“ eine zu haben. Wirklich brauchen tut man es nicht.
      Gruss Thomas

  12. Jürgen D. 23. März 2013 um 10:31 #

    Bin erst vor einigen Wochen auf Euere Seite gestoßen. Es hat viel Spaß gemacht, Euer gotoafrica – Abenteuer nachzulesen. Die Seiten gehören mit zum Besten, was ich bisher an Reisebloggs gelesen habe. Die Kombination aus guten Berichten, tollen Fotos sowie die dann alles nochmal zusammenfassenden Videos ist klasse, Respekt!

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