Von Südafrika nach Namibia

25 Mai

Bericht von Gerd

Liebe Blogleser, hier schreibt der Artdirector über Tag 3, 4 und 5 der Abenteuerreise „Namibia im Truck“. Wie die ersten beiden Tage waren auch diese Tage sehr abwechslungsreich und für einen, der wie ich bisher nie einen Campingurlaub gemacht hat, mit vielen neuen Eindrücken garniert.

Am 3. Tag meiner Reise haben wir nochmals 300 km zurückgelegt. Über Springbok ging es die „Route Cape -Namibia“ in Richtung Norden. Die Grenze zu Namibia haben wir bei Noordoewer am Orange River gegen Mittag passiert. Die Zollformalitäten waren schnell erledigt und das Namibia Abenteuer konnte starten.

Fish RIver Canyon 2011-05-23, 10-14-37 - Arbeitskopie 2

Am späten Nachmittag kamen wir im Camp Ais-Ais an: Ein grosses Resort mit Aussen- und Innenpool, der aus den heißen Quellen („Ais-Ais“ steht für heißes Wasser) gespeist wird. Der Stellplatz war sicher nicht so romantisch wie am Abend davor, aber der angeschlossene „Braai-Platz“ an dem Straussen-Burger zubereitet wurden und das Bad in den heissen Quellen waren mal eine neue Erfahrung. Das Wetter war viel milder als im Süden und so konnten Thomas und ich bis in den späten Abend bei Bier und Feuerschein über die 26 Jahre, die wir nun befreundet sind, sinnieren. Die Studentenzeit, die Zeit des ersten Jobs, gemeinsame Urlaube zu Wasser und zu Land verklärten in der goldenen Farbe des Windhoek Lagers. Mein neues Aufgabengebiet teile ich mir mit Thomas: „Extreme fire watching“.

Tag 4 stand ganz im Zeichen des Fish River Canyons. Nur wenige Kilometer, so ungefähr 80, ging es über eine gute Schotterpiste Richtung Camp Hobas, das auch gleichzeitig der Eingang zum Nationalpark „Fish River Canyon“ und Lager für die nächste Nacht ist. Der erste Eindruck vom Canyon ist gewaltig, riesig und lässt uns alle innehalten. Hier liegen 600 Millionen Jahre Erdgeschichte vor uns, 600m tief in die sonst flache Ebene eingeschnitten und Zeugnis gewaltiger Urkräfte. Die ausgiebige Fototour wird noch mit ein paar Wildtier Sichtungen zum gelungenen Highlight des Tages – fast.

FIsh Rivee Canyon 2011-05-23, 13-06-50 - Arbeitskopie 2

FIsh Rivee Canyon 2011-05-23, 13-58-29 - Arbeitskopie 2

Zurück im Camp sichern wir uns einen sehr schönen Standplatz. Im Camp gibt es Strom nur stundenweise aus dem Dieselgenerator oder mit Windkraft. Wir sollten die einzigen für diese Nacht bleiben. Daher hatten Thomas und ich den großzügigen Pool für uns allein. Den Rest des Tages verbringen wir mit der Bearbeitung der zahlreichen Fotos und Vorbereitung des weiteren Tourverlaufs. Pünktlich um 19:00 ruft Dagmar zum Dinner: Heute gibt es als Vorspeise Biltong und Oliven mit Schafskäse und als Hauptgericht ein Chickenwrap gefolgt von Crepes mit Nutella. Der Abend schliesst mit einem Windhoek Lager am obligatorischen Lagerfeuer um 22:30 Uhr.

IMG 0372

Fish RIver Canyon 2011-05-23, 18-18-23 - Arbeitskopie 2

Tag 5 startet sehr, sehr früh: Wecken war um 05:00, damit wir den spektakulären Sonnenaufgang am Kliff des Fish River Canyon geniessen können. Es war in der Tat ein unvergessliches Erlebnis, als die Sonne am Horizont erschien und langsam den Canyon beleuchtete.

Fish RIver Canyon 2011-05-24, 07-32-48 - Arbeitskopie 2

Auf dem Weg aus dem Nationalpark konnten wir dann auch einen (unbeabsichtigten) Game Drive machen: Zebras, Kudus, Thomson Antilopen, Oryx, Strausse und anderes Getier säumte unseren Weg. Dann plötzlich: Road closed.

Fish RIver Canyon 2011-05-24, 09-43-32 - Arbeitskopie 2

Dank GPS und Karte war ein Umweg schnell gefunden und wir erreichten Keetmanshoop am frühen Mittag. Nun wieder Alltag eines Overlanders: Einkaufen, Pre-paid Telefonkarte für Namibia organisieren und Geld tauschen. Nachdem dies alles problemlos geklappt hat, sollte es schnurstracks zu „Uschis Cafestube“ gehen. Dann die Enttäuschung: „Uschi is dead“. Also weiter zum „Schützenhaus“ mit deutscher Original Einrichtung aus der Gründerzeit, deutscher Karte und deutschem Essen – die Kolonialzeit hinterlässt ihre Spuren. Hier holen wir das Frühstück nach und es gibt Wiener Schnitzel mit „Bratt“ (!) kartoffeln oder ein Kassler.

Keetmanshoop 2011-05-24, 12-16-24 - Arbeitskopie 2

Dann geht es weiter zum Quivertree Forest Rest Camp. Dort erwartet uns ein Köcherbaumwald und eine Gepardenbegegnung. Der Wind frischt auf und die Temperaturen sind so gar nicht Afrika-like. Das Grillfeuer muss die Heizung ersetzen. Übrigens: Es gibt heute Abend Steak mit Braai-Soße.

Keetmanshoop 2011-05-24, 17-25-30 - Arbeitskopie 2 (1)

Mal sehen was die nächsten Ziele noch alles bereithalten – mehr von Lüderitz und der Küste im nächsten Bericht. Es ist schon 21:05 und der Tag war lang und ereignisreich.

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3 Antworten to “Von Südafrika nach Namibia”

  1. Rainer & Anna 25. Mai 2011 um 11:13 #

    Toller Bericht !!!
    Freue mich schon auf die Fortsetzung !

    Viele Grüße

    Rainer

  2. Rolf 25. Mai 2011 um 17:02 #

    In Gerd habt Ihr einen recht guten Berichterstatter. Er macht sein Ding sehr ordentlich und auf Eurem Niveau. Da kann ich nur sagen: prima und mach weiter so. Rolf.

  3. ritazittlau 26. Mai 2011 um 06:53 #

    Hallo
    auch ich kann nur sagen der Bericht ist genauso intressant wie die letzten und ich erwarte die folgenden. Viele schöne Eindrücke wünsche ich dir und auch Dag und Tom auf eure gemeinsamen Reise. Bis bald Rita

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