Auf nach Korsika!

16 Mai

Reisebericht von Tom
 
 Korsika – die unvergleichlich schöne Insel! Schon in der Antike gaben ihr die alten Griechen den Namen „Kalliste“ – die Schönste. Sämtliche Klimazonen Europas vereinen sich hier auf 180 km Länge und 90 km Breite in diesem „Gebirge im Meer“. Hier gibt es 70 Gipfel über 2000 Meter, und während dort oben noch bis in den Juni hinein Schnee liegt, lockt das Meer dann schon mit 20 Grad warmem Wasser.
 
 Soweit die Theorie aus dem Reiseführer 🙂 Jedenfalls wollte ich da schon immer mal hin. In meinen 20ern immer gerne mal mit dem Motorrad, aber da waren Studium und Berufseinstieg wichtiger. In den 30ern wurde ich dringend in Amerika gebraucht. Und Mitte der 40er lockte zuerst der Himalaya und dann Afrika 🙂 Aber JETZT bin ich hier – besser spät als nie – und es ist (r)echt nett!
 
 Die Anreise verlief problemlos. Zum Glück wurde ich an der Schweizer Grenze nicht verhaftet, denn dort warten ja immer noch 3 Tage Zuchthaus auf mich, nachdem ich 2003 ein Knöllchen nicht bezahlt hatte. 25 km/h zu schnell im Tunnel, macht in der Schweiz 160 CHF Bearbeitungsgebühr plus (6 Monate später) nochmal 500 CHF Bußgeld. Die Bearbeitungsgebühr hatte ich ja noch brav bezahlt, aber das Bußgeld danach fand ich so unverschämt, dass ich am dann folgenden 3-jährigen Briefwechsel nicht mehr aktiv teilgenommen hatte. Was dann in meiner Verurteilung in Abwesenheit zu 3 Tagen Gefängnis im Jahre 2006 gipfelte. Seitdem hatte ich die Schweiz dann gemieden 🙂 Nun im Jahre 2014 wird so ein Knöllchen doch wohl verjährt sein, oder? Jedenfalls sind an der Deutsch-Schweizer Grenze bei Basel lediglich 40 CHF für die Vignette fällig, dann läßt man uns passieren.
 
 Die erste Tagesetappe beenden wir dann am Lago Maggiore auf dem wunderschönen Campingplatz „Delta“ in Locarno, direkt am See. Vielleicht die schönste Campingplatz, den ich je gesehen habe. Auf jeden Fall der Teuerste! Wir haben in der Nebensaison 60 CHF für eine Nacht bezahlt. In der Hochsaison wären 100 CHF fällig gewesen. Na ja, die Lage am See war jedenfalls unübertrefflich 🙂
 
 


Am Sonntag Abend dann in Savona (in Italien, westlich von Genua) Einschiffung nach Bastia. Mit den gelben Corsica-Ferries – die fahren die Strecke ja schon ein paar Jahre. Was man aber nicht glauben würde, wenn man die „italienische“ Systematik bei der Fahrzeugverladung beobachten durfte.
 
 


Die Überfahrt selbst wurde am späteren Abend dann erstaunlich unruhig (wegen Seegang). Und da wir unser Captain’s Dinner ja bei uns behalten wollten, sind wir dann früh schlafen gegangen (dann muckt das Gleichgewichtsorgan nicht so auf…)
 
 Am nächsten Morgen empfängt uns Korsika im Hafen von Bastia mit strahlend blauem Himmel und ca. 6 – 8 Beaufort (Sturmstärke). Und das sollte dann auch die nächsten 2 Tage so bleiben. In diesen 2 Tagen haben wir das Cap Corse erkundet; das ist der Finger, der oben an der Insel dranhängt. „Windy Cap Corse“ ist der bleibende Eindruck.
 
 


Danach waren wir dann etwas weiter westlich in der „Desert des Agriates“ unterwegs. Dort gibt es zwei Traumstrände, die mal nur per Boot, per Pedes oder mit einem Allrad-Fahrzeug erreichen kann.
 


Und da wir mit Black Rhino über einen 4×4-Bus verfügen, haben wir diesem Anreiseweg gewählt! Die 12 km zum Strand sind angeblich die härteste Offroad-Strecke auf Korsika. Aber mit unserer Afrika-Erfahrung konnte uns das nicht schrecken. Es ist eben ein Unterschied, ob mal mal eben 12 km wilde Piste fahren möchte (wie hier, in ca. einer Stunde), oder ob man 200 km solcher Piste fahren MUSS (wie zwischen Äthopien und Kenia), weil es keine Alternative gibt. Black Rhino hat die Korsika-Piste jedenfalls ohne Murren und ohne Schäden weggesteckt.


Im Moment sind wir an der Nord-West-Küste in der Nähe von Calvi, das wir uns gestern angeschaut haben. Ein sehr pittoreskes Städtchen, was auf jeden Fall einen Besuch wert ist – finden auch die Passagiere des vor dem Hafen ankernden Kreuzfahrschiffes.
 
 Morgen geht es dann das erste Mal für 2 oder 3 Tage in die Berge, ab dem „Cirque de Bonifato“. Mal sehen, wo Mitte Mai die Schneegrenze ist 🙂
 
 Es grüßen Euch recht herzlich
 
 Dag & Tom
 
 

 – Posted from iPhone

Location:D413,Sant’Antonino,France

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Black Rhino

8 Mai

Hallo, hier ist unser Neuer – Black Rhino:

Im Feld

In freier Wildbahn sind die “Black Rhinos” (Spitzmaulnashörner) ein ganzes Stück kleiner und gemeiner (=aggressiver) als Ihre nahen Verwandten, die “White Rhinos” (Breitmaulnashörner). Und an “White Rhino” könnt Ihr Euch doch bestimmt noch erinnern, oder?

Unser Black Rhino ist ein VW T5, Baujahr 2007, mit allem möglichen Offroad Schnick-Schnack: Allradantrieb, Differentialsperre, kürzeres Getriebe, Höherlegung, Offroad-Räder und ein komplett verkleideter Unterboden. Innen drin ist es ein normaler T5 California, d.h. eingebaute Küchenzeile, Wassertanks, Schränke etc. Geschlafen wird entweder auf der umlegbaren Rückbank oder (meistens) unter dem von innen ausklappbaren Dachzelt.

Wir haben Black Rhino schon letzen Herbst (2013) gekauft, sind aber erst dieses Frühjahr dazu gekommen, ihn mal richtig auszuprobieren. Über Ostern waren wir in Südfrankreich, wo wir zumindest 1x die Offroadfähigkeiten des Kleinen ausnutzen konnten, um zu diesem Super-Stellplatz am neuen Schloss der Päpste zu kommen.

Weitblick im Rhone-Tal

 

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Die nächsten drei Wochen geht es mit Black Rhino nach Korsika – Freude! Erstens ist das ein ganz hervorragendes Revier, um mal die Offroad-Fähigkeiten des Kleinen auszuprobieren. Und außerdem waren wir da noch nie, und im Frühjahr soll die Insel am Schönsten sein!

Wir werden von dort natürlich berichten (sofern sich etwas Spannendes ereignet – Wilde Tiere, Achsbruch, Reifenpanne …) und dann gibt es bestimmt im Blog auch mal Bilder von Black Rhino von innen oder mit ausgeklappten Dachzelt zu sehen.

Und sicher auch das ein oder andere kleine Video – Click!

Black Rhino im Offroad-Park

Bis dahin

Dag & Tom

 

 

 

Bild

XMas and Social Media

24 Dez

Santa & Rudolph

Etwas besinnliches zur Weihnachtszeit

24 Dez

Hier eine schöne Geschichte, die zwar vom Reisen handelt, aber vielleicht auch momentan Nicht-Reisende nachdenklich macht.

Weihnachtsgeschichte 2012

Wir wünschen allen unseren Lesern, wo immer Ihr auch gerade sein mögt, eine schöne, besinnliche Weihnachtszeit und einen guten „Rutsch“ nach 2013!

Tom & Dag

Ohne Fahrzeug – aber nicht ohne Ideen!

3 Sep

Wir waren am Wochenende mal wieder Fernweh „tanken“! Dafür ging es nach Bad Kreuznach zu „Willys 33.  Fernreisemobiltreffen“. Das letzte Mal waren wir auf dem Treffen 2010, kurz vor unserem Reiseaufbruch nach Afrika, gewesen. Und nun, ohne eigenes Fahrzeug, war es eine tolle Gelegenheit Afrika-Mitreisende wieder zu treffen, unseren alten Rhino mit seinen neuen Besitzern zu sehen und mit Gleichgesinnten Fernwehgespräche zu führen.

Am meisten hat uns erstaunt (und erfreut), dass wir immer wieder angesprochen wurden: „Mensch, ihr seid doch Tom und Dag von go-to-africa“ und dass, obwohl wir ohne Rhino unterwegs waren.

Zum nächsten Treffen hoffen wir, wieder mit einem Fahrzeug und dem neuen Projekt „Life2Go“ dabei zu sein.

Viele Grüße aus Aachen senden Dag und Tom

Diesmal nur mit dem Zelt..

 

 

Heute vor einem Jahr…

13 Aug

…also ca. Mitte August 2011, da waren wir gerade in West-Tanzania unterwegs, in nördlicher Richtung entlang des Lake Tanganyika.

Wahnsinn, daß das erst ein Jahr her ist, gefühlt würde ich sagen,das war vor drei Jahren… Dort hatten wir das Glück, in der besten Unterkuft der gesamten Reise zu übernachten, der Lake Shore Lodge von Louise und Chris, nahe bei Kipili (auf der Karte oben ist das die mittlere Station am Seeufer).

Dort entstand auch unser Reise-Artikel Ein Wink des Schicksals, den wir auch dem populären südafrikanischen Offroad- und Reisemagazin SA4x4 angeboten hatten. Und in der Ausgabe April 2012 ist unser Artikel dort auch tatsächlich veröffentlicht worden, und zwar in der Rubrik „Great places to stay“. Wir finden unsere Story dort sehr gelungen, den Artikel schön gesetzt und die Info-Box „Tell me about their truck“ über unseren Rhino ist auch recht informativ.

Aber seht selbst, hier ist der Link zum Artikel (in englischer Sprache) auf unserer Presseseite:

LINK

Hach, war schon nett dort – hoffentlich kommen wir mal wieder hin 🙂

Viele Grüße von Zuhause

Dag & Tom

Rhino zieht es gen Norden

10 Jul

Puh, das ging ja schneller als gedacht – auf der Messe „Abenteuer Allrad 2012“ haben wir unseren Rhino verkauft – und zwar nach nur 3 Stunden am ersten Tag der Messe!

Die neuen Besitzer sind Martin und Anke Schäfer aus Bernkastel-Kues an der Mosel. Die beiden wollen mit Rhino und Ihren drei Kindern im jugendlichen Alter Richtung Norden, nach Island!  Aber vorher haben die beiden noch den benötigten LKW-Führerschein vor sich. Martin Schäfer hatte gestern seine Fahrprüfung – mal sehen, ob er hier auf der Seite eine Erfolgsmeldung durchgeben wird 🙂 ?

Letztes Wochenende haben die Schäfers dann unseren guten Rhino bei uns in Aachen abgeholt – und wir haben ihn natürlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge davonfahren sehen. Gemeinsam erlebte Abenteuer schweißen halt zusammen, und so ist das bei uns und Rhino eben auch.

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Aber nach dem Spiel ist ja bekanntlich vor dem Spiel, und so überlegen wir uns natürlich schon, was unser nächstes „Reise-Projekt“ werden soll. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns erst mal gegen eine Weltumrundung mit dem Fahrrad entschieden (vgl. Reisebericht „Klasse Traveller on tour“ HIER ), weil wir uns dafür einfach noch zu jung fühlen. Können wir immer noch machen, wenn wir erst mal die Rente durchhaben 🙂

Aber in dem Traveller-Artikel wurden ja auch noch einiges über andere Reisende erzählt… mal sehen, in welche Klasse wir uns demnächst reinreihen werden. Gibt es schon Spekulationen aus der werten Leserschaft zu den Bildern unten?

Viele liebe Grüße aus Aachen

Tom & Dag

Rhino muß zurück in die freie Wildbahn

13 Mai

6 Monate nach unserer Rückkehr aus Afrika ist es nun soweit: wir möchten unseren Rhino verkaufen.

Auf der größten europäischen Offroadmesse „Abenteuer Allrad“ in Bad Kissingen wird Rhino am Fr, den 8. Juni und Sa, den 9. Juni, zu besichtigen sein!

Im Sommer 2009 haben wir ihn gekauft. Dann wurde fast ein Jahr daran gearbeitet, ihn „Afrika-reisetauglich“ zu machen. Dazu war auch unsere Vorbereitungstour nach Marokko im April 2010 sehr hilfreich, denn was auf Reisen funktioniert und was nicht, merkt man oft erst, wenn man schon unterwegs ist. Und auf der Reise quer durch Afrika hat er uns dann nicht nur sicher bis nach Kapstadt gebracht, sondern auch wieder zurück Nachhause! Insgesamt haben wir nun 70.000 km mit unseren Rhino zurückgelegt, davon fast 55.000 km während unserer Afrika-Rundreise.

Obwohl wir Rhino und seinen Komfort während der letzten drei Jahre sehr geschätzt haben, erscheint er uns nun für unsere gelegenlichen Wochenendtrips zum Surfen nach Holland oder zum Klettern nach Belgien  reichlich überdimensioniert.  Er muß wieder zurück in die freie Wildbahn, am besten wieder in seine Heimat nach Afrika! Auf dem Landweg nach Indien oder quer durch Rußland zum Baikal-See würde er aber auch bestimmt gerne fahren 🙂

Wir haben unser Expeditionsmobil seit der Rückkehr aus Afrika gründlich auf Vordermann gebracht. Es wurden viele Kleinigkeiten repariert, einige kaputte oder verschlissene Komponenten durch Neuteile ersetzt, einiges wurde neu lackiert und einen grossen Werkstattservice mit KOMPLETT neuen Ölen, Flüssigkeiten und Filtern hat Rhino auch bekommen. Außerdem sind die TÜV-, Abgas, Gas- und Fahrtenschreiber-Prüfungen gemacht worden. Nun ist Rhino wieder reisefertig und freut sich auf die nächste Reise mit seinen neuen Besitzern!

Einige Rhino-Photos findest Du HIER, einige kurze Video-Clips HIER und ein 10-minütiges Offroad-Video mit dem Titel „Rhino in Action in Africa“ gibt’s HIER.

Südafrika Krüger-Nationalpark

Wir feiern Weihnachten zu Hause

23 Dez

(ENGLISH VERSION BELOW)

Wir feiern Weihnachten zu Hause! An alle Freunde und Bekannten, Verwandte, Helfer und Wegbereiter, Afrika-Freunde und Weggefährten, Go-to-africa-Fans und Entdecker! Nach rund 55.000 Kilometern in Afrika feiern wir Weihnachten wieder zu Hause. Wir wünschen Euch ein fröhliches und entspanntes Weihnachtsfest, egal wo in der Welt Ihr seid. Genießt die Zeit, bevor wir alle wieder in ein spannendes 2012 starten! Die Welt ist groß und doch ein Dorf – wer weiß wo wir uns wieder sehen!

Die besten Wünsche aus Kohlscheid bei Aachen/ Deutschland senden Euch Dag und Tom

P.S. Als kleines Weihnachtsgeschenk von uns gibt es heute auch endlich das Heissluftballon-Video aus Ägypten!

We celebrate Christmas at home! To all friends and family, aides and pathfinders, travel-mates and companions, go-to-africa fans and explorers! After our 35.000 mile journey through Africa we celebrate Christmas at home. We wish you a merry and relaxed Christmas season, wherever in the world you celebrate. Enjoy the time, before we start into an exiting 2012! The world is so big, but also so small – who knows where we will meet again! Best wishes from Aachen in Germany from

Dag and Tom

P.S. As a christmas present we show you today the video from our hot-air-ballon ride in Egypt.

Go-to-Africa blickt zurück

9 Dez

Bericht von Tom & Dag

Liebe Go-to-Africaner,

hier ist er nun endlich – der lange erwartete und mehrmals von Euch angeforderte ABSCHLUSSBERICHT! Natürlich ist es nicht ganz einfach, eine so lange Reise (14 Monate) hier auf 1 oder 2 Seiten zusammenzufassen; denn wer möchte schon einen Roman als Abschlussbericht lesen…

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