Die Geschichte von den Flusspferden und warum sie keinen Fisch fressen

4 Jul

Wie Ihr ja wisst, sammele ich schöne afrikanische Märchen. Hier am Okawango-Fluss, der über 415 Kilometer die Grenze zwischen Angola und Namibia bildet, erzählt man den Kindern eine kleine Geschichte über die vielen Flusspferde im Fluss.

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Als der liebe Gott den Tieren auf der Erde ihren Platz gab, kam ein Flusspferdpärchen zu ihm und bat, im kühlen Wasser des Okavango leben zu dürfen.
Gott schaute sie an und fing an zu grübeln. Diese Tiere hatte er erschaffen mit einem riesigen Maul, großen Zähnen und einem unersättlichen Appetit. Was sollte nur aus den Fischen im Okavango werden, wenn auch die Flusspferde dort leben würden? Er hatte schon einen großen Räuber den Fluss als Lebensraum zugewiesen, nämlich dem Krokodil. Es konnten doch unmöglich zwei so hungrige Tiere in diesem Fluss leben.

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Also wies der Schöpfer die Bitte der beiden ab und sagte ihnen, dass sie auf den Wiesen am Flussufer leben sollten. Da wurden die Flusspferde traurig und Tränen kullerten ihre Wangen herunter. Als Gott das sah, wurde auch er ganz traurig und er überlegte, wie er den beiden ihren Wunsch erfüllen konnte.
„Wenn ihr den Okavango so sehr liebt, dann müsst ihr mir ein Versprechen geben“ sagte er. „Ihr dürft niemals einen Fisch anrühren und dürft nur vom Gras der Wiesen leben!“ Sofort hörten die Flusspferde auf zu weinen und jubelnd versprachen sie das dem lieben Gott. Voller Freude sprangen die Tiere grunzend in den Fluss.

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Und da sie niemals mehr vom Okavango weg wollten, beweisen sie noch heute täglich, dass sie keine Fische und nur Gras fressen. So reißen die Hippos noch immer die Mäuler ganz weit auf und verstreuen ihren Dung, in dem nie auch nur eine Fischgräte zu finden ist.

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3 Antworten to “Die Geschichte von den Flusspferden und warum sie keinen Fisch fressen”

  1. Gerd 4. Juli 2011 um 19:08 #

    Jetzt ist alles klar. Was haben die Afrikaner denn auf Lager, wenn es um die Schaffung der (Ehe)frau geht?

    Es grüsst der Ehegattenmann von Marion

  2. ritazittlau 5. Juli 2011 um 07:10 #

    Hallo Ihr zwei plus zwei

    Ich liebe solche Geschichten mehr davon
    Bis bald Grüße von Rita und Gerd

  3. Gabi 5. Juli 2011 um 23:33 #

    Liebe Dagmar,
    was für eine schöne Geschichte, das trifft genau meinen Geschmack!
    Momentan komme ich kaum nach mit dem Lesen der Tagebucheinträge.

    Herzliche Grüße aus dem heute wieder etwas wärmeren Ruhrpott
    Eure Gabi

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