Angekommen – am Kap der guten Hoffnung

3 Mai

Reisebericht von Tom, 3. Mai 2011

Tracks to Capetown 450

Liebe Go-to-Africa-Fans,

nach 225 Tagen und 25.600 Kilometern haben wir es geschafft: heute sind wir am „Kap der guten Hoffnung“ südlich von Kapstadt angekommen. Bei strahlendem Sonnenschein und brausendem Wind (das ist dort wohl normal) haben wir natürlich auch das obligatorischen Bild vor dem weltberühmten Schild gemacht 🙂

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Mangels Gläsern haben wir zu dem Anlaß mit zwei Dosen Prosecco angestoßen (siehe Bild)!

Aber seit unserer Wanderung auf dem „Alexandria Trail“ (in der Nähe von Port Elisabeth, siehe Reisebericht vom 25. April 2011) ist natürlich auch noch einiges mehr passiert. Erstmal haben wir, wie viele andere Südafrika-Touristen auch, ausgiebig die sogenannte Garden-Route erkundet. In besonderer Erinnerung geblieben ist und dort zum einen das Camp im Tsitsikamma National Park. Dort standen wir mit Rhino direkt am Wasser des indischen Ozeans, und weil dort gerade ein Sturm und eine Springflut zusammen kamen, haben wir dort die wohl höchsten Brecher unseres Lebens erlebt.

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Zum anderen war es in Mossel Bay sehr interessant, den Wellen-Surfern zuzuschauen, weil die Jungs dort es echt drauf hatten. Die Wellen waren zwar nicht so mega-hoch, aber was die Surf-Cracks dort daraus gemacht haben, war schon toll anzusehen.

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Danach ging es wieder etwas von der Küste weg Richtung Norden; wir wollten über den Swartberg-Paß. Vorher haben wir aber noch bei den Cango-Caves Station gemacht und dort die sogenannte „Adventur-Tour“ mitgemacht. Im Gegensatz zu der „normalen“ Tropfsteinhöhlen-Besichtigungstour ging es bei diesem Abenteuer bis zu 1200 m tief in den Berg rein und man mußte dort auch ECHT enge Löcher, Schlitze und Kamine in der Höhle durchklettern. An der Information am Eingang wurde „Personen über 85 kg“ ausdrücklich von der Teilnahme abgeraten, weil akute Steckenbleib-Gefahr bestehen würde. Na gut, bei unserer Abreise hatte ich ca. 85 kg, und da ich mich seitdem nicht mehr gewogen habe, haben wir einfach mal mitgemacht 🙂

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Das war wirklich ein Heidenspaß. Auf dem untersten Bild ist zu sehen, wie sich Dag gerade durch die sogenannte „Letterbox“ (Briefschlitz) zwängt… diese Öffnung im Felsen mißt an der höchsten Stelle tatsächlich nur 27 cm (von oben nach unten) und dort mußte man durch 🙂 Hat aber gut geklappt! Man wurde auch gar nicht schmutzig, weil von den anderen Touris schon alles saubergewischt war 🙂

Nach der Höhlen-Tour ging es dann hoch auf dem Swartberg-Paß, wo wir in ca. 1500 m Höhe übernachtet haben. In der Nacht war es dort zwar ein bißchen stürmisch, aber da wir im Rhino die Heizung angemacht hatten, war es wenigstens muckelig warm! Als wir dann allerdings morgens rausschauten, war dort alles weiss – über Nacht hatte es doch tatsächlich geschneit! Unser zweiter Schnee in Afrika (nach Mount Meru in Tansania)!

Abends:

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Morgens:

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Über den Paß rüber konnten wir dann leider nicht mehr, da einige Spitzkehren auf der anderen Seite übel vereist waren und uns das mit unserem Rhino (trotz 4×4-Antrieb, der auf Eis aber bergab nichts nutzt) zu gefährlich erschien.

Also sind wir wieder runter von Paß und quer durch das sogenannte „Klein-Karoo“, was für seine Straussen-Farmen bekannt ist, Richtung Westen gefahren.

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Nächste Station war dann das Cape Agulhas, der südlichste Punkt Afrikas und laut geographischer Definition der Punkt, wo indischer und atlantischer Ozean zusammenkommen.

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Wie man an der Kleidung auf dem Foto sieht, ist hier am Kap Agulhas der indische Ozean inzwischen genauso kalt wie der Atlantik 🙂

Weiter ging es zum schon lange geplanten „Shark Cage Diving“, und zwar in der weltweiten „Haihauptstadt“ Gansbaai. Wir sind mit dem lokalen Marktführer „Shark Diving Umlimited“ (www.sharkdivingunlimited.com) rausgefahren. Das Ganze war aber leider nicht so spannend wie erhofft: 6 Mann (bzw. Frau) steigen in den längs am Boot festgemachten Käfig und die angelockten weissen Haie schnappen sich den Köderfisch, der vor dem Käfig hin und her gezogen wird. Abgetaucht wird auf Kommando des Köder-Beauftragten. Mir wird am meisten in Erinnerung bleiben, wie SCHWEINE-kalt es dort im Käfig im Wasser war (viel Bewegung kriegt man dort nämlich nicht, ich habe nach 10 Minuten gezittert wie Espenlaub) und dass ich danach so seekrank wurde, dass ich im wahrsten Sinne des Wortes die Fische persönlich füttern durfte 🙂 Im nächsten Südafrika-Video wird es auch ein paar Film-Sequenzen dieses Abenteuers gaben (natürlich nur den Teil VOR dem Fische-füttern), bis dahin hier erst mal zwei Bilder von der Aktion.

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Danach ging es mehrere Tage an der südafrikanischen Whale-Watching Küstenstrasse entlang bis nach Kapstadt. Wale haben wir dort leider nur einen einzigen gesehen, es war einfach noch zu früh im Jahr. Ab ca. Juni/Juli eines jeden Jahres sollen aber dann bis zu 200 Wale gleichzeitig in der Bucht vor Hermanus sein, von denen viele auch von Land aus zu sehen sind, teilweise nur wenige Meter vom Ufer entfernt. Das müssen wir uns unbedingt ein anderes Mal anschauen!

So, das wars erst mal mit unseren neusten Erlebnissen. Über den „ersten Teil“ unseres Afrika-Abenteuers (bis Kapstadt) hat Dag ein Video über unsere bisherigen Übernachtungsplätze zusammengestellt. Leider konnten wir das bisher noch nicht hochladen, weil es recht gross ist. Sobald wir eine Möglichkeit gefunden haben, gibt es dann auch noch das Video zu sehen.

Viele liebe Grüße an alle zuhause von

Tom & Dag

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9 Antworten to “Angekommen – am Kap der guten Hoffnung”

  1. Ingo 5. Mai 2011 um 10:36 #

    Auf einem Bild sieht irgendjemand aus wie Käpt’n Iglo.
    Ratet mal wer…

  2. Marion 5. Mai 2011 um 10:39 #

    Erste!!! Wie immer ein toller Bericht. Geht bloß nicht mit Gerd in diese Höhlen, da kommt er nie wieder raus:-)). Er ist schon ganz aufgeregt und war gestern einkaufen- winterwarme Kleidung, aber auch wasserfeste Sandalen…

  3. Rainer & Anna 5. Mai 2011 um 10:57 #

    Hallo

    Na da habt ihr ja jetzt wohlbehalten ein historisches Etappenziel erreicht !
    Glückwunsch !
    Diese Grabbeltoeur in der Höhle wäre jetzt nichts für mich wegen a> 85 kg 😉 und b da bekäme ich Platzangst :-(!

    Ps. Freue mich schon auf das Video !

  4. Rita 5. Mai 2011 um 16:19 #

    ja für mich mit meinen ca 13 kg etwas über 85kg wäre wohl die Krabbeltour ausgefallen, aber ich hätte auch nicht den Mut solange alleine im fremden Land zu sein. ich finde es schon toll so daran teil zunehmen
    Grüße Rita

  5. Elke E. aus RE 5. Mai 2011 um 17:01 #

    Hallo Ihr Zwei so lang Reisenden! Ich lese Eure Berichte oftmals, schaffe es aber nicht immer… Too much daily business ;-). Aber bei S.A. wurde ich gleich wieder aufmerksam… Meine Schwiegereltern sind seit Sonntag auch in Cape Town, und Jörni besucht sie vom 12. bis 19. Mai… Ich hab Jörn sofort darauf hingewiesen, dass Ihr auch da seid, und er wollte sich unbedingt melden bei Euch. Macht er sicher auch noch (aber ich sehe eben auch, zu was er so neben seinem Job kommt ;-(). Jedenfalls ist er ohne Kind und Kegel in Kapstadt und will ganz viel sehen… Ich hüte derweilen Haus und Kids und freue mich über Eure Berichte und über meine Memories, die ich an S.A. mit meiner kleinen Sis habe (die heute auf den Tag vor einem Jahr beerdigt wurde :-().
    Mit nach S.A. hätte ich eh nicht gedurft – erwarten nämlich Anfang Juli nochmals Nachwuchs :-).
    Euch bewundere ich; und Eure Berichte sind toll! Bleibt gesund! Wann kommen denn die Jungs zu Euch? Welche Länder werdet Ihr mit ihnen bereisen?

    Am kommenden WE erwarten wir 28 Grad :-). Der Regen fehlt, aber die Temperaturen tun irgendwie dennoch gut.

    Alles Liebe Euch und ganz viel Spaß!
    Elke & Jungs aus RE

  6. Gabi Mösta 5. Mai 2011 um 20:42 #

    Ich löse Ingos Rätsel und sage: Käptn Iglo? Das kann nur Dagmar beim Durchkrabbeln des Briefkastenschlitzes sein. Ihr weißer Kragen sieht in dieser Perspektive aus wie ein
    Backenbart.

    Grüße an alle Leserinnen und Leser und besonders an Thomas und Dagmar!

  7. peter blümel 6. Mai 2011 um 08:43 #

    Ich freue mich für Euch das Ihr den Traum geschafft habt.

    Lg Peter

  8. Rolf 7. Mai 2011 um 10:40 #

    Wenn das nicht der hammer ist! Nur wenige Westeuropäer können berichten – so wie Ihr – am Kap der guten Hoffnung gestanden zu haben. Da legt Ihr sogar noch zu, erkundet Wintersportmöglichkeiten und Briefkastenschlitz-
    durchstiege in SA. Spitze! Macht weiter so und viel Freude dabei. Rolf.

  9. Elke 7. Mai 2011 um 15:01 #

    Hilfe! Allein beim Lesen kriege ich schon Beklemmungen und Platzangst! Aber ihr zwei guckt ja ganz munter drein, da weiß ich, dass so „Engstellen“ für euch gerade richtig sind.
    Besonders toll finde ich das Straussenfoto – die zwei sehen ja witzig aus!
    Schön, euch so glücklich und zufrieden auf den Fotos zu sehen!
    Liebe Grüße, Elke

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